
Lernwelt Hund Glossar:
Begriffe & Definitionen der hundegestützten Pädagogik
Das Glossar der Lernwelt Hund bietet Ihnen einen Überblick zentraler Begriffe der hundegestützten Pädagogik, dem Tier- und Hundetraining und den zugrunde liegenden Lernprozessen.

Die Erläuterungen orientieren sich an der praktischen Anwendung im pädagogischen Kontext und sollen dabei unterstützen, Inhalte aus Weiterbildung, Fachliteratur und Einsatzalltag einander zuzuordnen und miteinander zu verknüpfen.
Das Glossar wird bei Bedarf immer wieder ergänzt und orientiert sich sowohl an den Inhalten der Schulhundausbildung bei Lernwelt Hund, als auch an typischen Begriffen aus Theorie und Praxis der HGP und Hundetraining.
A · B · C · D · E · F · G · H · I · J · K · L · M · N · O · P · Q · R · S · T · U · V · W · X · Y · Z
A
AAA (Animal Assisted Activities)
Animal Assisted Activities (AAA) bezeichnen niedrigschwellige Einsätze mit Tieren, die nicht an konkrete Förder- oder Therapiezielen gebunden sind. Sie dienen vor allem der Aktivierung, Motivation und dem Wohlbefinden, beispielsweise im Rahmen von Besuchsdiensten.
AAT (Animal Assisted Therapy)
Animal Assisted Therapy (AAT) beschreibt den gezielten Einsatz von Tieren im therapeutischen Kontext.
Die Arbeit ist an konkrete Behandlungsziele gebunden und erfolgt durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte.
AAE (Animal Assisted Education)
Animal Assisted Education (AAE) bezeichnet den Einsatz von Tieren im Bildungsbereich mit klar definierten Lernzielen. Der Begriff wird vor allem im internationalen Kontext verwendet und entspricht inhaltlich weitgehend der hundegestützten Pädagogik.
Abbruchkriterien (im Einsatz)
Abbruchkriterien beschreiben festgelegte Anzeichen oder Situationen, bei denen ein Einsatz beendet oder unterbrochen wird. Sie dienen dem Schutz des Hundes und unterstützen eine klare, verantwortungsvolle Entscheidungsfindung.
Abbruchsignal
Ein Abbruchsignal ist ein gezielt aufgebautes Signal, mit dem ein Hund eine laufende Handlung oder ein Verhalten zuverlässig unterbricht. Grundsätzlich kann jedes gut aufgebaute und verlässlich trainierte Signal diese Funktion übernehmen. Aversive Einwirkungen sind daher nicht erforderlich. Ziel ist es, Verhalten zu unterbrechen, ohne negative Verknüpfungen entstehen zu lassen.
Antezedenz
Antezedenz bezeichnet im Kontext der Verhaltenspsychologie den Reiz oder die Bedingung, die einem Verhalten vorausgeht und es auslöst.
Assoziative Lernform
Assoziative Lernformen beschreiben Lernprozesse, bei denen Verhalten durch die Verknüpfung von Reizen oder durch die Konsequenzen eines Verhaltens verändert wird. Dazu gehören klassische und operante Konditionierung.
Aversiv / aversive Einwirkung
Aversiv beschreibt Reize oder Einwirkungen, die von einem Individuum als unangenehm, bedrohlich oder belastend empfunden werden und die es vermeiden möchte. Im Training bezeichnet der Begriff Maßnahmen, die Verhalten über Druck, Schmerz, Einschüchterung oder unangenehme Konsequenzen beeinflussen. Aversive Einwirkungen bergen das Risiko von Stress, Unsicherheit und unerwünschten Verknüpfungen und stehen im Widerspruch zu einem bedürfnisorientierten und tierschutzgerechten Einsatz.
B
Behaviorismus
Behaviorismus ist eine psychologische Theorie und Forschungsrichtung, die sich auf beobachtbares Verhalten konzentriert und davon ausgeht, dass Verhalten maßgeblich durch Umweltreize und deren Konsequenzen beeinflusst wird. Zentrale Konzepte sind klassische und operante Konditionierung.
Bedürfnisorientierung
Bedürfnisorientierte Pädagogik und bedürfnisorientiertes Training zeichnen sich dadurch aus, dass die Bedürfnisse von Mensch und Hund wahrgenommen, berücksichtigt und in der Gestaltung von Situationen und im Umgang miteinander einbezogen werden.
Im Einsatz des Hundes bedeutet das, Anforderungen, Pausen und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen des Hundes nicht widersprechen.
Belohnungsbasiertes Training
Belohnungsbasiertes Training beschreibt einen Trainingsansatz, bei dem Verhalten gezielt über positive Konsequenzen aufgebaut und verstärkt wird. Der Fokus liegt darauf, erwünschtes Verhalten zu fördern, indem für den Hund relevante und individuell passende Belohnungen eingesetzt werden. Ziel ist ein klarer, nachvollziehbarer Lernprozess, der eine stabile Mensch-Hund-Beziehung unterstützt.
Beschwichtigungssignale
Beschwichtigungssignale sind Verhaltensweisen, mit denen ein Hund versucht, Spannungen zu reduzieren und Konflikte zu vermeiden. Dazu zählen unter anderem Blick abwenden, Gähnen, Lecken oder langsame Bewegungen. Sie geben wichtige Hinweise auf das emotionale Erleben des Hundes.
Besuchshunde
Hunde, die Einrichtungen wie Schulen, Kliniken oder Seniorenheime besuchen, ohne dass die Bezugsperson in diesem Kontext pädagogisch oder therapeutisch ausgebildet ist. (Definition angelehnt an QNS)
Bestrafung (operante Konditionierung)
In der operanten Konditionierung bezieht sich der Begriff Bestrafung oder Strafe auf eine Konsequenz, die darauf abzielt, die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens zu verringern.
Bezugsperson
Die Bezugsperson ist die zentrale soziale Orientierungsperson des Hundes. Sie übernimmt Verantwortung für Training, Einsatz und Wohlbefinden des Hundes und ist im Einsatzkontext Ansprech- und Sicherheitspunkt. Die Qualität der Beziehung beeinflusst Verhalten, Regulation und Einsatzfähigkeit maßgeblich.
Bindung (Mensch–Hund)
Bindung beschreibt die emotionale Beziehung zwischen Hund und Bezugsperson. Sie entsteht durch verlässliche Interaktionen, gemeinsame Erfahrungen und die Beachtung und Erfüllung von Bedürfnissen. Eine stabile, sichere Bindung ist eine wichtige Grundlage im Einsatz.
C
…
D
Desensibilisierung
Desensibilisierung beschreibt einen Trainingsansatz, bei dem ein Hund schrittweise und kontrolliert an einen Reiz gewöhnt wird. Ziel ist es, die Reaktion auf diesen Reiz zu verändern, indem die Intensität so angepasst wird, dass der Hund entspannt bleiben kann.
Dokumentation (Einsatz)
Dokumentation im Einsatz umfasst das systematische Festhalten von Rahmenbedingungen, Abläufen und Beobachtungen. Sie dient der Nachvollziehbarkeit, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Einsatzes.
E
Einsatzfähigkeit (des Hundes)
Einsatzfähigkeit beschreibt, ob ein Hund unter den gegebenen Bedingungen körperlich, emotional und verhaltensbezogen in der Lage ist, an einem Einsatz teilzunehmen. Sie ist situativ zu bewerten und hängt unter anderem von Tagesform, Umweltbedingungen, Anforderungen und bisherigen Belastungen ab, aber ebenso von den Gegebenheiten des Einsatzsettings.
Einsatzplanung
Einsatzplanung beschreibt die strukturierte Vorbereitung eines Einsatzes mit Hund. Dazu gehören Zielsetzung, Auswahl geeigneter Inhalte, Berücksichtigung von Rahmenbedingungen sowie die Einschätzung der Einsatzfähigkeit des Hundes und der eigenen Kapazitäten und Ressorcen.
Enrichment
Enrichment (Bereicherung/ Anreicherung) bezeichnet die gezielte Gestaltung der Umwelt und von Aktivitäten, die die physischen, mentalen und emotionalen Bedürfnisse eines Tieres ansprechen. Ziel ist es, Wohlbefinden zu fördern und insbesondere zu erhalten, Unter-, aber auch Überforderung zu vermeiden und Verhaltensproblemen vorzubeugen. Im Alltag kann Enrichment z. B. über Suchaufgaben, Erkundungsmöglichkeiten oder angepasste Beschäftigung erfolgen.
Entspannungstraining
Entspannungstraining umfasst Maßnahmen, die dem Hund helfen, gezielt zur Ruhe zu kommen und Erregung abzubauen. Es kann über Signale, Rituale oder gezielt aufgebaute Situationen erfolgen und unterstützt die Regulation im Alltag und im Einsatz.
Erkundungsverhalten
Erkundungsverhalten bei Hunden beschreibt die Handlungen und Aktivitäten, die ein Hund zeigt, um seine Umgebung zu erfahren, Informationen zu sammeln und die Umweltsituation besser einzuornden. Dieses Verhalten ist ein natürlicher Teil des Lernens und der Anpassung an neue oder unbekannte Situationen. Eingeschränktes Erkundungsverhalten kann auf Stress, Ängste oder Unsicherheiten hindeuten.
Erregungslage (Arousal)
Die Erregungslage beschreibt das Aktivierungsniveau eines Hundes, das zwischen sehr ruhig und stark aktiviert variieren kann. Sie beeinflusst Verhalten, Lernfähigkeit und Reaktionen auf Umweltreize und ist im Training und Einsatz kontinuierlich zu berücksichtigen.
ESAAT
Die ESAAT (European Society for Animal Assisted Therapy) ist eine europäische Gesellschaft, die sich der Förderung, Erforschung und Qualitätssicherung von tiergestützten Interventionen widmet. Sie zertifiziert Ausbildungen und Fachkräfte in den Bereichen tiergestützte Therapie, Pädagogik und Förderung und setzt sich für die Einhaltung professioneller Standards und ethischer Richtlinien ein. Ziel der ESAAT ist es, die Wirksamkeit und Qualität der tiergestützten Arbeit europaweit sicherzustellen und weiterzuentwickeln.
Ethik (im Einsatz mit Hund)
Ethik beschreibt die fachlichen und moralischen Grundsätze, die das Handeln im Einsatz mit Hund leiten.
Sie umfasst den verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund, die Berücksichtigung seiner Bedürfnisse sowie die Abwägung von Zielen, Rahmenbedingungen und Auswirkungen des Einsatzes.
Extinktion
Extinktion, auch als Löschung bezeichnet, ist der Prozess, bei dem ein gelerntes Verhalten allmählich abnimmt und schließlich verschwindet, wenn der zuvor verstärkende Reiz nicht mehr vorhanden ist.
F
Fehlerfreies Lernen (Errorless Learning)
Fehlerfreies Lernen ist eine Methode des Lernens, bei der ein Individuum ein neues Verhalten oder eine neue Fähigkeit erwirbt, ohne dass es dabei Fehler macht. Diese Methode konzentriert sich darauf, den Lernenden durch präzise Anleitung und schrittweise Einführung in den Lernprozess zu unterstützen, um Fehler zu vermeiden.
Fehlkonditionierung
Fehlkonditionierung beschreibt Lernprozesse, bei denen durch ungünstige Verknüpfungen unerwünschtes Verhalten entsteht oder negative emotionale Reaktionen mit bestimmten Reizen, Situationen oder Personen verbunden werden.
Fight-Flight-Freeze-Response (Kampf-Flucht-Erstarren-Reaktion)
Die Fight-Flight-Freeze-Response (Kampf-Flucht-Erstarren-Reaktion) ist eine automatische, physiologische Reaktion des Körpers auf eine wahrgenommene Bedrohung oder Stresssituation. Diese Reaktion wird vom autonomen Nervensystem aktiviert und bereitet den Körper darauf vor, auf Gefahr zu reagieren und ist nicht willentlich steuerbar.
Freiwilligkeit (des Hundes)
Freiwilligkeit bedeutet, dass der Hund die Möglichkeit hat, sich aktiv für oder gegen eine Beteiligung oder Aktivität zu entscheiden.
Frustrationstoleranz
Frustrationstoleranz beschreibt die Fähigkeit, mit Frustration und nicht erfüllten Erwartungen umzugehen, ohne in Überforderung, Stress oder unangemessene Verhaltensweisen, gekoppelt mit negativen Emotionen zu geraten.
Futtermanagement
Futtermanagement beschreibt die Art und Weise, wie Futter im Training und Einsatz eingesetzt, präsentiert und aufbewahrt wird. Es beeinflusst sowohl das Lernverhalten als auch die Struktur und Klarheit im Training und Einsatz.
G
Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung dient der systematischen Einschätzung möglicher Risiken im Einsatz mit Hund.
Sie berücksichtigt Rahmenbedingungen, beteiligte Personen, den Hund sowie die konkrete Situation und bildet die Grundlage für eine sichere Einsatzplanung.
Gegenkonditionierung
Gegenkonditionierung beschreibt einen Lernprozess, bei dem ein bereits negativ belegter Reiz gezielt mit positiven Erfahrungen verknüpft wird. Ziel ist es, die emotionale Reaktion auf diesen Reiz zu verändern und neu zu bewerten.
Generalisierung
Generalisierung bezeichnet einen Lernprozess, bei dem ein Verhalten, das in einer bestimmten Situation erlernt wurde, auf andere, ähnliche Situationen oder Reize übertragen wird. Im Einsatz zeigt sich das z. B., wenn ein Signal nicht nur im Training, sondern auch im Klassenraum oder in neuen Umgebungen zuverlässig funktioniert.
Gesetz des Effekts (law of effect)
Das Gesetz des Effekts, formuliert von Edward Thorndike, besagt, dass Verhaltensweisen, die zu positiven oder befriedigenden Ergebnissen führen, mit höherer Wahrscheinlichkeit wiederholt werden, als Verhaltensweisen, die zu negativen oder unangenehmen Ergebnissen führen. Thorndike formulierte dieses Prinzip als Grundlage der operanten Konditionierung und zeigte, dass die Konsequenzen eines Verhaltens dessen zukünftige Auftretenswahrscheinlichkeit beeinflussen.
Gleichwürdigkeit
Gleichwürdigkeit beschreibt einen Umgang, bei dem die Bedürfnisse und die Individualität des Hundes anerkannt werden. Entscheidungen werden unter Berücksichtigung seiner Möglichkeiten und Grenzen getroffen.
H
Habituation (Gewöhnung)
Habituation bezeichnet die Abnahme einer Reaktion auf einen sich wiederholenden Reiz, der als ungefährlich oder irrelevant eingeordnet wird. Der Hund gewöhnt sich also an einen Reiz, weil er für ihn keine Bedeutung hat. Im Einsatz kann das z. B. bedeuten, dass Geräusche oder Bewegungen im Raum weniger Aufmerksamkeit oder Reaktionen beim Hund auslösen.
Hundegestützte Pädagogik (HGP)
Hundegestützte Pädagogik beschreibt den geplanten und fachlich begründeten Einsatz von Hunden in pädagogischen Arbeitsfeldern. Ziel ist es, Lernprozesse, soziale Entwicklung und individuelle Kompetenzen zu unterstützen. Der Einsatz erfolgt strukturiert, reflektiert und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Möglichkeiten des Hundes.
Hygienekonzept
Ein Hygienekonzept umfasst alle Maßnahmen zur Sicherstellung von Gesundheit und Hygiene im Einsatz mit Hund. Dazu gehören unter anderem Regeln zum Kontakt zwischen Hund und Menschen, zur Reinigung von Materialien sowie zum Umgang mit besonderen Situationen.
I
IAHAIO
Die IAHAIO ist ein internationaler Dachverband, der sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie deren Auswirkungen auf Gesundheit und Gesellschaft beschäftigt. Sie entwickelt Leitlinien und Empfehlungen für tiergestützte Interventionen, darunter die sogenannten Prager Richtlinien, die als fachliche Orientierung für Qualität und Ethik dienen.
Impulskontrolle
Impulskontrolle bezeichnet die Fähigkeit, spontane Reaktionen und Handlungsimpulse zu regulieren und zugunsten eines überlegten Verhaltens zurückzustellen.
ISAAT
Die ISAAT (International Society for Animal Assisted Therapy) ist eine internationale Fachgesellschaft, die Standards und Richtlinien für tiergestützte Interventionen entwickelt und Fachkräfte sowie Organisationen zertifiziert.
Interaktionsregeln
Interaktionsregeln beschreiben verbindliche Absprachen für den Umgang zwischen Mensch und Hund im Einsatz. Sie legen fest, wie Kontakt aufgenommen wird, welche Verhaltensweisen erwünscht sind und wo die Grenzen liegen. Klare Interaktionsregeln tragen dazu bei, Überforderung und Missverständnisse zu vermeiden.
J
Junghund
Ein Junghund ist ein Hund in der Entwicklungsphase nach der Welpenzeit bis zum Erwachsenwerden (je nach Rasse etwa vom 4.–6. Monat bis zum 12.–24. Monat). Diese Phase ist häufig durch hormonelle Veränderungen, erhöhte Ablenkbarkeit und wechselnde Belastbarkeit geprägt. Training und Vorbereitung auf einen späteren Einsatz erfordern hier angepasste Anforderungen und ausreichend Erholungsphasen.
K
Klassische Konditionierung
Ein Lernprozess, bei dem ein ursprünglich neutraler Reiz durch wiederholte Verknüpfung mit einem bedeutungsvollen Reiz eine ähnliche Reaktion auslöst.
Körpersprache des Hundes
Die Körpersprache des Hundes umfasst alle Ausdrucksformen wie Körperhaltung, Mimik, Bewegungen und Lautäußerungen. Sie liefert zentrale Hinweise auf Emotionen, Erregungslage und Bedürfnisse und das „lesen können“ der Körpersprache ist Grundlage für einen sicheren Einsatz.
Kommando
Der Begriff Kommando wird umgangssprachlich häufig für Signale verwendet. Im fachlichen Kontext wird er zunehmend vermieden, da er eine einseitige, anweisende Vorstellung von Kommunikation vermittelt. Stattdessen wird der Begriff Signal genutzt, der den Fokus auf Lernen, Verknüpfung und Verständlichkeit legt.
Konditionierung
Konditionierung bezeichnet den Lernprozess, bei dem Verhaltensweisen durch spezifische Reize und deren Konsequenzen beeinflusst und erlernt werden. Es gibt zwei Hauptarten: Klassische Konditionierung, bei der ein neutraler Reiz mit einem bedeutungsvollen Reiz verknüpft wird (z.B. ein Hund speichelt, wenn er das Klapperns eines Napfes hört), und Operante Konditionierung, bei der Verhalten durch Belohnung oder Bestrafung verstärkt oder abgeschwächt wird.
Konfliktverhalten
Konfliktverhalten bezeichnet Verhaltensweisen, die auftreten, wenn ein Individuum mit widersprüchlichen oder sich überschneidenden Reizen, Bedürfnissen oder Zielen konfrontiert und überfordert ist. Im Einsatz kann das z. B. auftreten, wenn Anforderungen des Umfelds und Möglichkeiten des Hundes nicht zusammenpassen.
Kynologie
Kynologie ist die wissenschaftliche Lehre vom Hund und umfasst Verhalten, Haltung, Training sowie die Beziehung zwischen Mensch und Hund.
L
Least Intrusive principle
Mit dem „Least Intrusive principle“ hat Dr. Susan G. Friedman einen erweiterten ethischen Leitfaden für den Umgang mit Verhaltensproblemen bei Tieren formuliert. Es strebt nicht nur an, sondern fordert, dass bei der Auswahl von Trainings- und Verhaltensmodifikationsmethoden stets die am wenigsten invasive und minimal aversive Methode gewählt wird, die gleichzeitig effektiv ist. Dies bedeutet, dass positive Verstärkung und gewaltfreie Ansätze priorisiert werden.
Leitbild (Lernwelt Hund)
Das Leitbild beschreibt die grundlegende fachliche Haltung und Ausrichtung der Lernwelt Hund.
Es bildet die Grundlage für Ausbildung, Training und Einsatzgestaltung und orientiert sich an einem bedürfnisorientierten, tierschutzgerechten und fachlich begründeten Ansatz.
Lernen am Modell
Auch bezeichnet als Modelling-Effekt, Beobachtungslernen, Imitationslernen oder Nachahmungslernen, ist eine Lernform, bei der ein Individuum durch die Beobachtung des Verhaltens anderer und der Konsequenzen dieses Verhaltens lernt, ohne selbst direkt Erfahrungen zu machen. Auch als soziales Lernen bekannt, umfasst es das Nachahmen oder Adaptieren von Verhaltensweisen, die bei anderen beobachtet werden.
Lernen durch Einsicht
Lernen durch Einsicht bezeichnet einen Lernprozess, bei dem ein Individuum ein Problem oder eine Herausforderung durch plötzliche Erkenntnis oder Einsicht löst, ohne schrittweise Versuche oder Trial-and-Error-Methoden anzuwenden. Dieser Lernprozess tritt auf, wenn das Individuum die zugrunde liegenden Beziehungen zwischen verschiedenen Elementen eines Problems versteht und darauf basierend gedanklich eine Lösung entwickelt.
LIFE (Least Intrusive, Functionally Effective)
Das LIFE-Modell, entwickelt von Eduardo J. Fernandez, steht für Least Intrusive, Functionally Effective. Es baut auf dem „Least intrusive“-Prinzip auf, erweitert es und betont besonders, dass angewendete Trainingsmethoden nicht nur minimal invasiv, sondern auch funktional wirksam sein müssen. Das LIFE-Prinzip betont, dass die Wahl der Methode immer sowohl das Wohlbefinden des Tieres als auch die Effektivität des Trainings berücksichtigt. Ziel ist es, die ethisch verantwortungsvollste und gleichzeitig effizienteste Lösung zu finden, um das Verhalten eines Tieres zu formen oder zu ändern.
M
Markersignal
Ein Markersignal ein präzises, sofortiges Signal, das verwendet wird, um dem Hund anzuzeigen, dass er ein gewünschtes Verhalten ausgeführt hat. Es kann in Form eines Geräusches (z.B. ein Klickergeräusch) und/ oder eines Wortes (z.B. „top“ oder „yep“ gegeben werden. Das Markersignal wird via klassischer Konditionierung aufgebaut Es hilft, die Kommunikation zwischen Bezugsperson und Hund zu verbessern und das Training effektiver zu gestalten.
Meideverhalten
Meideverhalten tritt als Reaktion auf Dinge auf, die dem Hund Angst machen oder Stress verursachen. Es ist eine Schutzstrategie, die darauf abzielt, negative Erfahrungen zu vermeiden und das Wohlbefinden des Tieres zu erhalten.
Mensch-Hund-Team
Das Mensch-Hund-Team beschreibt die funktionale Einheit aus Fachkraft und Hund im Einsatzkontext.
Die Qualität der Zusammenarbeit, die Kommunikation sowie die gemeinsame Vorbereitung und Ausbildung sind entscheidend für einen sicheren und fachlich fundierten Einsatz.
N
Negative Strafe
Bei der negativen Starfe (s.operante Konditionierung) wird ein Verhalten durch das Entfernen eines angenehmen Reizes reduziert, was die Wahrscheinlichkeit verringert, dass das Verhalten in der Zukunft wieder gezeigt wird.
Negative Verstärkung
Bei der negativen Verstärkung (s.operante Konditionierung) wird ein Verhalten durch das Entfernen eines unangenehmen Reizes verstärkt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Verhalten wiederholt wird.
Neotonie
Neotenie bezeichnet die Beibehaltung juveniler Merkmale im Erwachsenenalter. Bei Hunden bedeutet dies, dass sie auch als erwachnsener Hund Eigenschaften zeigen, die typischerweise bei Welpen zu finden sind. Dieses Phänomen tritt häufig bei domestizierten Hunderassen auf, da die selektive Zucht auf menschliche Bedürfnisse und gewünschte Eigenschaften diese verstärkt hat.
Nicht-assoziative Lernform
Nicht-assoziative Lernformen beziehen sich auf Lernprozesse, bei denen das Verhalten eines Tieres durch wiederholte Exposition gegenüber einem einzelnen Reiz verändert wird, ohne dass eine spezifische Verknüpfung mit einem anderen Reiz oder einer Konsequenz erforderlich ist. Zu diesen Lernformen gehören Habituation, Desensibilisierung und Sensibilisierung.
Notfallplan
Ein Notfallplan beschreibt das strukturierte Planen und Vorgehen bei unerwarteten oder kritischen Situationen im Einsatz. Er umfasst klare Handlungsabläufe, Zuständigkeiten und Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Hund.
O
One Health
One Health ist ein interdisziplinäres Konzept, das die enge Verbindung zwischen menschlicher Gesundheit, tierischer Gesundheit und Umwelt betont. Es erkennt an, dass Gesundheitsthemen wie Zoonosen (Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden) nur effektiv bekämpft werden können, wenn Experten aus den Bereichen Medizin, Veterinärmedizin und Umweltschutz zusammenarbeiten.
One Welfare
One Welfare ist ein Konzept, das die enge Verbindung zwischen dem Wohlergehen von Tieren, Menschen und ihrer gemeinsamen Umwelt hervorhebt. Es erweitert den One Health-Ansatz, indem es nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigt. One Welfare betont, dass das Wohlbefinden von Tieren, die menschliche Gesellschaft und die Umwelt wechselseitig voneinander abhängen. Durch die Förderung des Tierwohls können auch menschliche Lebensqualität und nachhaltige Umweltschutzpraktiken verbessert werden.
Operante Konditionierung
Ein Lernprozess, bei dem ein Verhalten durch die Konsequenzen, die darauf folgen (Belohnung oder Bestrafung), beeinflusst wird.
P
Positive Strafe
Bei der positiven Strafe (s. operante Konditionierung) wird ein Verhalten durch die Hinzufügung eines unangenehmen Reizes reduziert, was die Wahrscheinlichkeit verringert, dass dieses Verhalten in der Zukunft wieder gezeigt wird.
Positive Verstärkung
Bei der positiven Verstärkung (s. operante Konditionierung) wird ein Verhalten durch die Hinzufügung eines angenehmen Reizes (Belohnung) verstärkt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieses Verhalten in der Zukunft wiederholt wird.
Prager Richtlinien
Die Prager Richtlinien der IAHAIO (International Association of Human-Animal Interaction Organizations) sind ein internationaler Standard, der 1998 in Prag festgelegt wurde. Sie bieten ethische und fachliche Leitlinien für die Durchführung tiergestützter Interventionen, einschließlich Therapie, Pädagogik und Förderung. Die Richtlinien betonen die Bedeutung des Wohlergehens der beteiligten Tiere und Menschen, fordern eine fundierte Ausbildung für Fachkräfte und legen Qualitätsstandards für die Praxis fest.
Premack-Prinzip
Ein Verhalten mit hoher Auftretenswahrscheinlichkeit (eine bevorzugte oder häufigere Tätigkeit) kann verwendet werden, um ein Verhalten mit niedriger Wahrscheinlichkeit (eine weniger bevorzugte oder weniger häufige Tätigkeit) zu verstärken.
Q
Qualitätssicherung (in der HGP)
Qualitätssicherung umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, den fachlichen Standard im Einsatz mit Hund zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu gehören unter anderem Reflexion, Fortbildung, Dokumentation und die Orientierung an fachlichen Leitlinien.
R
Reflexion (im Einsatz)
Reflexion im Einsatz bezeichnet die bewusste Nachbetrachtung von Situationen, Abläufen und Entscheidungen. Sie dient dazu, Erfahrungen einzuordnen, den Einsatz weiterzuentwickeln und die eigene Arbeit fachlich zu überprüfen.
Reizüberflutung (Flooding)
Reizüberflutung, auch bekannt als Flooding, ist eine Verhaltenstherapietechnik, bei der ein Tier (oder Mensch) einem angstauslösenden Reiz in einer intensiven und nicht-gestaffelten Weise ausgesetzt wird. Reizüberflutung birgt verschiedene Gefahren wie sehr hohen Stress für das Tier, die Entstehung von Traumata und der Unvorhersehbarkeit der Ergebnisse. Flooding wird daher als ethisch fragwürdig angesehen, weil es das Wohlbefinden des Tieres aufgrund seiner Invasivität in den Hintergrund stellt.
Ritualisierung
Ritualisierung beschreibt die bewusste Gestaltung wiederkehrender Abläufe im Einsatz. Rituale schaffen Vorhersehbarkeit, geben Sicherheit und unterstützen sowohl den Hund als auch die beteiligten Menschen.
Rückzugsmanagement
Rückzugsmanagement beschreibt die gezielte Planung und Sicherstellung von Rückzugsmöglichkeiten für den Hund im Einsatz. Dazu gehören geeignete Ruheorte, klare Strukturen und das aktive Unterstützen von Pausen, um Belastung zu reduzieren.
S
Schulbegleithunde
Hunde, die eine ausgebildete pädagogische Fachkraft regelmäßig in Bildungseinrichtungen begleiten. (Definition angelehnt an QNS)
Schulhunde
Oberbegriff für Hunde, die im schulischen Kontext eingesetzt werden. (Definition angelehnt an QNS)
Selbstwirksamkeit
Die Überzeugung, Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Auf Hunde übertragen bedeutet das, ihnen diese Überzeugung der Selbstwirksamkeit durch Wahlmöglichkeiten und Kontrolle zu geben.
Selbstregulation (Hund)
Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit eines Hundes, seine Erregung, Emotionen und sein Verhalten eigenständig zu beeinflussen und zu regulieren. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass ein Hund eigenständig zur Ruhe findet, Abstand nimmt oder sich aus selbstständig belastenden Situationen löst.
Setting (Einsatzkontext)
Das Setting beschreibt den konkreten Einsatzrahmen, einschließlich Raum, beteiligter Personen, Ablauf und Struktur. Ein klar gestaltetes Setting trägt dazu bei, Sicherheit und passende Bedingungen für den Hund zu schaffen.
Sensibilisierung
Eine verstärkte Reaktion auf einen wiederholten Reiz, insbesondere wenn der Reiz als bedrohlich oder schmerzhaft wahrgenommen wird.
Shaping-Prozess
Der Shaping-Prozess, auch bekannt als Verhaltensformung ist eine Technik in der operanten Konditionierung, bei der ein komplexes Verhalten schrittweise erlernt wird, indem zunächst einfache, leicht erreichbare Verhaltensweisen verstärkt werden, die schrittweise immer näher an das gewünschte Endverhalten herangeführt werden.
Signal
Ein Signal ist ein bewusst aufgebauter Hinweisreiz, der für den Hund eine klare Bedeutung hat und ein bestimmtes Verhalten ankündigt oder auslöst. Signale werden im Training systematisch aufgebaut und zeichnen sich durch Klarheit und Eindeutigkeit aus.
Signalkontrolle
Signalkontrolle bezeichnet im Hundetraining den Zustand, in dem ein Verhalten nur auf ein spezifisches Signal hin gezeigt wird. Das bedeutet, dass ein Hund ein Signal zuverlässig ausführt.
Social Support
Social Support für Hunde bezieht sich auf die Hilfe und Unterstützung, die ein Hund von seiner Bezugsperson erhält, um sein emotionales und soziales Wohlbefinden Aufrecht zu erhalten. Dies umfasst sowohl direkte Interaktionen als auch strukturierte Maßnahmen, die das Wohlbefinden des Hundes verbessern.
Sozialisation
Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dem ein Hund während seiner sensiblen Entwicklungsphasen lernt, sich an seine Umwelt, andere Hunde, Menschen und verschiedene Reize zu gewöhnen.
Stress
Stress bezeichnet eine körperliche und emotionale Reaktion auf Anforderungen oder Reize, die als belastend oder herausfordernd erlebt werden. Im Einsatz mit Hund ist es wichtig, Stress frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen zu regulieren, um Überforderung zu vermeiden.
Stresslast
Bezeichnet die Gesamtheit der Belastungen, die gleichzeitig oder über einen bestimmten Zeitraum auf ein Individuum einwirken. Im Einsatz mit Hund umfasst dies z. B. Umweltreize, soziale Anforderungen und fehlende Erholungsphasen.
Stresssignale
Stresssignale sind Anzeichen und körperliche Ausdrucksformen, die auf Belastung oder Überforderung hinweisen. Dazu gehören unter anderem Unruhe, vermehrtes Hecheln, Meideverhalten oder veränderte Körpersprache. Sie sind ein wichtiger Hinweis für die Anpassung von Anforderungen und Rahmenbedingungen.
Systematische Desensibilisierung
Systematische Desensibilisierung ist eine Trainingsmethode, bei der ein Tier schrittweise und kontrolliert gegenüber einem angstauslösenden oder stressigen Reiz exponiert wird. Ziel ist es, die emotionale Reaktion des Tieres zu verringern, indem es über die gleichzeitige Darbietung positiver Reize lernt, den Reiz als weniger bedrohlich oder störend zu empfinden.
T
Therapiebegleithunde
Hunde, die eine ausgebildete Therapeutin/ einen ausgebildeten Therapeuten, regelmäßig in eine Einrichtung/ Praxis begleiten. (Definition angelehnt an QNS)
Tiergestützte Intervention (TGI)
Tiergestützte Intervention ist der Oberbegriff für alle professionellen Einsatzformen von Tieren im sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Kontext. Dazu zählen tiergestützte Pädagogik, Therapie und Förderung. Gemeinsam ist diesen Ansätzen, dass sie zielgerichtet, geplant und fachlich begleitet erfolgen und sowohl das Wohlbefinden des Menschen als auch des Tieres berücksichtigen.
Tierschutz
Tierschutz bedeutet den Schutz des Lebens und die Sicherung des Wohlbefindens von Tieren.
Im Einsatz mit Hund bedeutet dies, Bedürfnisse zu berücksichtigen und den Hund vor körperlichen und emotionalen Beeinträchtigungen zu schützen.
Tierschutzgesetz (TierSchG)
Das Tierschutzgesetz bildet die rechtliche Grundlage für den Umgang mit Tieren in Deutschland.
Es verpflichtet dazu, einem Tier ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen und seine Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen. Für den Einsatz von Hunden bedeutet dies, dass Training, Haltung und Einsatzgestaltung tierschutzkonform erfolgen müssen.
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT)
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) e.V. ist eine Fachorganisation, die sich mit tierschutzrelevanten Fragestellungen aus veterinärmedizinischer Sicht befasst. Sie veröffentlicht Stellungnahmen, Merkblätter und Empfehlungen zu Haltung, Training und Einsatz von Tieren und bietet damit eine wichtige fachliche Orientierung für tierschutzgerechtes Arbeiten.
U
Übersprungsverhalten / Übersprungshandlung
Eine Übersprungshandlung bei Hunden ist ein Verhalten das auftritt, wenn ein Hund mit widersprüchlichen oder stressauslösenden Reizen konfrontiert ist und eine scheinbar unangemessene oder nicht zielgerichtete Handlung zeigt, um mit der emotionalen Anspannung umzugehen. Diese Handlungen dienen oft als eine Art Bewältigungsmechanismus und stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der aktuellen Situation, die den Stress ausgelöst hat.
V
Verhaltenskette
Verhaltensketten sind eine Abfolge von miteinander verbundenen Verhaltensweisen, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden. Diese können unbewusst und ungewollt im Training entstehen, aber auch gezielt genutzt werden.
Verstärkung (operante Konditionierung)
In der operanten Konditionierung bezieht sich Verstärkung auf eine Konsequenz, die darauf abzielt, die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens zu erhöhen.
Versuch und Irrtum (Trial and Error)
Versuch und Irrtum ist eine Lernmethode, bei der ein Individuum verschiedene Strategien oder Handlungen ausprobiert, um ein Problem zu lösen. Diese Methode basiert auf dem Prinzip, dass durch das Testen verschiedener Ansätze und das Lernen aus Fehlern und Erfolgen eine Lösung gefunden wird.
Vertrauen (Mensch–Hund)
Vertrauen beschreibt die gegeseitige Erwartung, dass Interaktionen verlässlich, vorhersehbar und sicher sind. Es entsteht durch konsistente Erfahrungen und ist eine Grundlage für Kooperation und Sicherheit im Einsatz.
W
Welpe
Ein Welpe ist ein junger Hund in der frühen Entwicklungsphase bis etwa zur 16. Lebenswoche. In dieser Zeit finden zentrale Lern- und Sozialisationsprozesse statt. Erfahrungen, Umweltreize und erste Trainingsschritte wirken sich nachhaltig auf Verhalten, Stressverarbeitung und spätere Einsatzfähigkeit aus. Der Fokus liegt auf behutsamer Gewöhnung, positiven Erfahrungen und dem Aufbau von Vertrauen und Sicherheit zur Bezugsperson.
Wohlbefinden
Wohlbefinden beschreibt den Zustand, in dem die körperlichen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse eines Hundes (Menschen) erfüllt sind. Im Einsatz ist das Wohlbefinden eine zentrale Grundlage für Belastbarkeit und Lernfähigkeit.
X
…
Y
…
Z
Zielverhalten
Zielverhalten bezeichnet das Verhalten, das im Training aufgebaut oder im Einsatz angestrebt wird.
Es dient als Orientierung für Trainingsplanung und Bewertung von Lernfortschritten.